
 |
| Als in Marokko zwei Jungen mit einem Gewehr spielen löst sich ein Schuss. Mit dem Schuss verändert sich schlagartig das Leben von völlig verschiedenen Personen. Betroffen sind ein amerikanisches Paar, ein Teenager aus Japan und ein mexikanisches Kindermädchen, das gerade zwei Kinder über die Grenze schmuggelt. |
| Inhalt: |
Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben... |
| Spannend, packend, dramatisch und anspruchsvoll! |
| Rezension: |
Es ist vielleicht nicht überraschend oder besonders originell, dass ein Gewehr das Verbindungsglied zwischen all diesen Menschen und ihren Geschichten ist. Doch Babel ist nicht bloss ein Film über Gewalt und ihre tragischen Konsequenzen. Es geht hier um Kommunikation, und ganz besonders das Fehlen davon – sowohl zwischen den Kulturen, indem Themen wie Terrorismus und Immigration behandelt werden, als auch innerhalb einer Kultur, wo Ehemänner nicht richtig mit ihren Frauen reden können und Eltern ihre Kinder nicht verstehen. Inárritus handwerklicher Umgang mit seinem Medium ist in Bild und Ton meisterhaft. Die Kameraarbeit ist mal zurückhaltend, mal sprüht sie vor kinetischer Energie; die Musik passt stets hervorragend zu den Szenen; der Schnitt ist dicht aber nicht verwirrend, und so füllt sich der Film (immerhin mit einer beachtlichen Lauflänge von 143 Minuten) mit einer ganzen Reihe von unvergesslichen Momenten. Viele davon sind karg und trostlos, und kaum jemand wird behaupten, dass dies alles zu einem "Happy End" führt, aber dennoch gibt es am Schluss ein Gefühl der Versöhnung, vielleicht sogar mit guten Vorsätzen. Und wenn du einen Film willst, der dich zum Nachdenken anregt, dann ist Babel unverzichtbar. |
| Darsteller: |
Brad Pitt, Cate Blanchett, Gael Garcia Bernal, Kôji Yakusho, Rinko Kikuchi, Elle Fanning, Adriana Barraza, Said Tarchani |
| Regie: |
Alejandro Gonzalez Inarritu |
| Genre: |
Drama |
| FSK: |
ab 16 Jahren |
| Filmdauer: |
ca. 138 Minuten |
|